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Hundstorfer gegen Pensionsalter-Erhöhung

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Hundstorfer gegen Pensionsalter-Erhöhung

Wieder einmal interessante Aussagen eines Politikers, die den Beitragszahlern zu denken geben sollten.

Auszüge eines Interviews im KURIER, Samstag,28. Juli 2012:

...

Die ÖVP will, dass das Frauenpensionsalter vor dem Jahr 2024 erhöht wird. Wie stehen Sie dazu?

Das ist zur Stunde kein Thema.

Sie haben doch früher signalisiert, darüber könne man diskutieren.

Ich habe mir da einmal alle Finger verbrannt und die Zunge. Ich möchte die derzeit friedliche Stimmung mir gegenüber nicht anheizen. Für den Fall, dass es nach der nächsten Wahl Koalitionsgespräche zwischen SPÖ und ÖVP gibt, ist davon auszugehen, dass die ÖVP das thematisieren wird.

Ich meine, dies ist eine interessante Argumentation, die die wahren Beweggründe der Politik bei diesem Thema widerspiegelt:
Ja nur nicht "die friedliche Stimmung" zerstören und sich nicht die Finger verbrennen. TOLL!
Wie wäre es denn einmal mit sachbezogener und lösungsorientierter Politik?

...

Die Pensionserhöhung 2013 wird wegen des Sparpaketes um einen Prozentpunkt geringer sein als die Inflationsrate. Wird es für kleine Pensionen trotzdem eine Wertsicherung geben?

Wir werden uns um eine soziale Staffelung bemühen. Es wird sicher eine Gruppe geben, die die Inflation abgegolten bekommen wird.

Wesentlich interessanter für die Beitragszahler wäre eine Information, wie hoch der Aufwertungsfaktor unserer erworbenen "Pensionsansprüche" ausfallen wird.
Zur Erinnerung: Die Inflationrate im Vorjahr betrug 3,5%, die Pensionserhöhungen 2,7% und der letzte aktuelle Aufwertungsfaktor 0,6% !!!

Thema Pflege: Die Kosten werden sehr stark steigen Wann wird es dazu Vorschläge zur Finanzierung geben?

Ich bin weiter für ein System, das aus dem allgemeinen Steuertopf finanziert wird. Es ist kein Geheimnis, dass es zusätzliche Mittel dafür geben wird müssen. Ein Teil davon kann sicher aus Vermögensabgaben kommen. Im Dezember wird es einen Vorschlag zu einheitlichen Standards geben, was die Qualitätskriterien für die Pflege angeht – das reicht von Stundensätzen, die für Pflegeleistungen bezahlt werden bis zum Betreuungsschlüssel Personal pro Patienten in Pflegeheimen.

Auch die "Pflege" (wie auch die "Krankenversorgung") werden mittels eines, dem Umlageverfahren ähnlichen Systems finanziert. D.h., die demografische Entwicklung, die das Pensionssystem zum Einstürzen bringt, schlägt auch hier voll zu.
Der im Interview beschriebene "allgemeine Steuertopf" wird ja ebenfalls von den Beitragszahlern finanziert!
Sollte unser Sozialminister hier neue - von den Beitragszahlern unabhängige - Einnahmequellen erschlossen haben, dann sollte er dies so rasch wie möglich kundtun... und der Nobelpreis wäre ihm sicher


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