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Pensionen - es wird wieder diskutiert!

Es wird in der Pensionsdiskussion immer von den Härtefällen bezüglich Pensionshöhe gesprochen. Die Politik trachtet danach, diese Härtefälle durch Adaptierungen des Pensionssystems zu vermeiden. Doch wäre es nicht besser, die Rahmenbedingungen des Arbeitslebens so zu gestalten, dass es diese Härtefälle nicht gibt?

Ja, auch heute schreibe ich wieder über mein Lieblingsthema Pensionen. In den letzten Tagen kam ja etwas Schwung in die Debatte und ein Expertenteam hat angeregt, das Pensionssystem von einem Umlage- in ein verzinstes Beitragssystem umzuwandeln. Jeder kann in Pension gehen, wann er möchte, denn die Höhe richtet sich einfach nach dem eingezahlten (und verzinsten) Kapital sowie an die dann geltende Lebenserwartung. Klingt einfach - ist es auch.

Die Kritiker dieses Systems sagen natürlich, dass dies ja nur jenen zu Gute kommt, die viel verdienen und respektive viel einzahlen und dabei die Wenigverdiener unter die Räder kommen. Auch das ist ein Argument, welches man berücksichtigen sollte. Dafür müssten dann halt Ausgleichszahlungen geleistet werden. Diese müssten meiner Meinung nach jedoch an Auflagen gebunden sein, denn ein Anreiz, zu arbeiten, sollte schon gegeben sein.

Überhaupt wird in der Pensionsdiskussion immer von den Härtefällen bezüglich Pensionshöhe gesprochen. Die Politik trachtet danach, diese Härtefälle durch Adaptierungen des Pensionssystems zu vermeiden. Doch wäre es nicht besser, die Rahmenbedingungen des Arbeitslebens so zu gestalten, dass es diese Härtefälle nicht gibt? Wäre es beispielsweise nicht besser, für jene Menschen, für die die sogenannte Hacklerregelung eingeführt wurde (nein ich meine jetzt nicht Beamte oder langjährig Angestellte), nicht den vorzeitigen Übertritt in die Pension zu erleichtern, sondern deren Möglichkeiten, am Arbeitsmarkt weiter zu vernünftigen Bedingungen zu arbeiten, zu verbessern? Die Politik macht sich Gedanken, wie man Menschen aus dem Arbeitsprozess in die Pension schickt, anstatt darüber nachzudenken, wie diese Menschen vielleicht noch weiter produktiv arbeiten könnten?

Es kommt dann immer das Argument, dass diese Menschen den Jungen die Arbeitsplätze wegnehmen. Gab es diese Diskussion nicht schon vor 40 - 50 Jahren, als man meinte, dass die Frauen zu Hause bei den Kindern bleiben sollten, um den Männern nicht den Job wegzunehmen? Diese Argumente greifen viel zu kurz und deuten nur von starrem Denken. Denn wenn dies stimmte, dann müssten wir heute wahrscheinlich 70% Arbeitslose haben. Denn durch die Produktivitätszuwächse der letzten Jahrzehnte wurden hunderttausende Jobs obsolet - aber siehe da - die Arbeitslosigkeit stieg nicht, nein, die Beschäftigung als Ganzes stieg. Es wurden neue Jobs geschaffen, die es damals einfach nicht gab (Webdesigner, Ernährungsberater, Vital-Coach etc.).

Also lassen Sie sich durch billige Argumente nicht beeinflussen - sie greifen viel zu kurz. Doch eines wird uns nicht erspart bleiben - die private Altersvorsorge als notwendiges Zusatzeinkommen!

Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: martin.mikulik@securitykag.at