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Konflikt der Generationen unausweichlich?

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Konflikt der Generationen unausweichlich?

Die "Alten" wählen die Zukunft der "Jungen" und lassen sich von ihnen ihren Ruhestand finanzieren. Ist der Generationenkonflikt bald nicht mehr weit?

Zusagen, die den Menschen weit höhere Pensionen versprechen, als jemals an Beiträgen eingezahlt wird, können nur durch öffentliche Zuschüsse ausgeglichen werden. Während Staaten wie Schweden ihr Pensionssystem längst kostendeckend reformiert haben, muss zum Beispiel auch Österreich, die zu viel versprochenen Pensionen durch immer neue Schulden subventionieren.

Jungen können nur politisch agieren

"Die Finanzministerin muss derzeit jährlich rund 14 Milliarden Euro zuschießen", erklärt Pensionsexperte Bernd Marin. Das könne nur durch immer neue Schulden finanziert werden. "Wäre der Generationenvertrag ein tatsächlicher Vertrag nach bürgerlichem Recht, könnten die Jungen ihn anfechten. So können sie nur zum Salzamt gehen – und politisch agieren." (vgl. KURIER, vom 17.September 2012).

Der nicht gedeckte Anteil der Pensionen kostet schon fünf Prozent des BIP, also 14 Mrd. Euro jährlich. Das ist ein Mehrfaches der Pflegekosten. Jede dritte Pension kommt aus dem Steuertopf (vgl. KURIER vom 01. Sept. 2012). Pensionsexperte Walter Worresch dazu: „Nicht übersehen darf man, dass auch der ’Steuertopf’ von der aktiven Bevölkerung erwirtschaftet und finanziert wird. Je länger die Reformen verzögert werden, desto katastrophaler die Auswirkungen für die aktive Bevölkerung, also die Jungen.“

Wenn das Pensionsproblem nicht rasch vernünftig gelöst wird, droht ein massiver Konflikt "Jung" gegen "Alt"

Ein Artikel von SPIEGEL online vom 08.08.2012 zeigt die Brisanz des Themas "Jung" gegen "Alt": "Bürger gegen Banken, Nord gegen Süd, Oben gegen Unten? Einer der größten Konflikte in den Euro-Krisenstaaten wird meist totgeschwiegen: Die Alten leben auf Kosten der Jungen. Höchste Zeit, dass die Jugend gegen ihre Eltern auf die Barrikaden geht."

Ist es den Politikern eigentlich bewusst, dass Sie durch Ihre derzeitige Strategie des Totschweigens der Finanzierungsprobleme des Pensionssystems derartige brisante Konflikte geradezu heraufbeschwören? 

Bei der Volksbefragung über die Wehrpflicht tat sich eine Kluft der Generationen auf

So mancher junge Österreicher fühlte sich bei der Volksbefragung vom Sonntag überrollt. Laut Erhebung des Sora-Instituts stimmten 63 Prozent der Bürger unter 30 gegen die Wehrpflicht, doch die Masse der Älteren war nicht zu biegen. Die Umfragedaten sind umstritten, klar ist aber: Garant für den Status quo waren die Senioren.

Von der "Hierarchie alter Männer" in der Arbeitswelt bis zur von Wirtschaftsinteressen gesteuerten Bildungsdebatte vermisst der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier quer durch die Gesellschaft "Empathie" für Bedürfnisse der Jungen: "Österreich wird zur Ego-Gerontokratie." (vgl. STANDARD vom 23.01.2013).

Die Politik ist gefordert

Von der Politik wird der drohende Konflikt ignoriert. Ja nur keine potentiellen Wähler vergrämen. Konflikte, die nicht gelöst werden, haben - solange die Ursache für den Konflikt nicht verschwindet - immer die Tendenz zu eskalieren.

Die Ursache für diesen Konflikt liegt in der demographischen Entwicklung und wird uns noch 50, 60 Jahre begleiten - verschwinden wird sie jedoch nicht.

Eine Eskalation ist also nur eine Frage der Zeit.

Mehr dazu demnächst...