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KURIER: Auf direktem Weg nach Pensionopolis

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KURIER: Auf direktem Weg nach Pensionopolis

Mit der Heeres-Volksbefragung wurde vielen erst die wachsende politische Macht der Älteren bewusst.

Peter Rabl im KURIER vom 27.01.2013

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Schlagartig wurde vielen jetzt erst klar, was sich in der Bevölkerungs- und damit unvermeidlich auch in der Wählerstruktur über die letzten 30 Jahre verändert hat. Aus der traditionellen Alterspyramide mit vielen Jungen unten und weniger Alten oben ist ein Pilz geworden. Nur noch 20 Prozent der Bevölkerung sind unter 30 Jahre, die über 65-Jährigen haben sie mit 23 Prozent überholt.

Alte dominieren Politik schon lange

Was jetzt zu theoretischen Aufgeregtheiten führte, ist in weiten Teilen der realen Politik und in der Strategie der Parteien längst Realität. Die Alten dominieren.

Sie sind ein meist stiller Machtfaktor, nicht nur wegen ihrer großen Zahl, sondern vor allem auch wegen ihrer weit größeren Beteiligung an Wahlen und der politischen Willensbildung.

Mit dem Schielen auf die wahlentscheidenden Stimmen der Älteren vermeiden die Parteien längst notwendige und schmerzhafte Reformen etwa im Pensionsbereich. Zusätzlich wird der Druck der Älteren für den Ausbau in Gesundheit und Pflege immer stärker.

Damit sind zunehmend die zukunftssichernden Investitionen in den Nachwuchs etwa im gesamten Bildungsbereich gefährdet. Parteien und Politiker denken nun einmal ungern über den nächsten Wahltag hinaus.

Der Trend zu einer immer älteren Gesellschaft ist auf Jahrzehnte nicht zu stoppen. Den jüngeren Wählern bleibt nur das sinn- und folgenlose Gejammer über die Herrschaft der Alten. Oder das wesentlich stärkere Engagement in der Politik und an den Wahlurnen.

Nur so können sie die Politiker dazu zwingen, sich um die Zukunft der Jungen mehr zu kümmern als um eine sichere Gegenwart der Älteren.

...

Rational fehlt der nachhaltige Hinweis darauf, dass Wohlstand und Wohlbefinden der Älteren von den beruflich aktiven Jungen finanziert werden müssen. Und emotional muss klargemacht werden, dass es schließlich um ein gutes Leben für die lieben Enkerln geht.

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Dem ist - leider - nichts hinzuzufügen.