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Neues Pensionskonto ab 2014

Junge Menschen und alle Jahrgänge ab 1955 sind betroffen. Das neue Pensionskonto ab 2014 soll die Berechnung transparenter machen.

DIE PRESSE ONLINE (29.01.2013)

Zigtausende Österreicher erhalten dieser Tage Post von ihrer Pensionsversicherungsanstalt. Inhalt ist ein Auszug ihrer bisher gesammelten Zeiten in der Pensionsversicherung und die Bitte, diese Daten zu ergänzen. Der Anlass ist die Umstellung von 5,2 Millionen Versicherten auf ein sogenanntes Pensionskonto ab Anfang 2014.

Die Berechnung der Pensionen erfolgt derzeit nach einem selbst für Fachleute kaum mehr verständlichen System.

Das neue Pensionskonto ab 2014 soll für den einzelnen Versicherten die Berechnung transparenter machen. Betroffen sind alle Versicherten im ASVG, für die gewerbliche Wirtschaft sowie Bauern, die ab 1. Jänner 1955 und später geboren wurden. Bundesbeamte sind ab dem Jahrgang 1976 voll betroffen.

Es ergibt sich in den meisten Fällen eine andere Pensionshöhe als nach der bisherigen Berechnungsmethode. Dieses Pensionskontomodell orientiert sich am schwedischen Vorbild.

Eine Gruppe namhafter Experten hat im September 2012 eine radikalere Reform mit einem Pensionskonto vorgeschlagen. Eine Umstellung auf das Pensionskontomodell der Expertengruppe würde zu „erheblichen Pensionskürzungen“ im Vergleich zur jetzigen Berechnung führen. Bei gleichen Voraussetzungen wäre künftig die Pension um bis zu 35 Prozent, also um gut ein Drittel, niedriger.

Das Expertenmodell für ein Pensionskonto bezieht auch die – deutlich steigende – Lebenserwartung, konkret die jeweilige Restlebenserwartung ab dem Zeitpunkt des Pensionsantritts, mit ein. Dieser Punkt ist nach der Bewertung des Sozialressorts der Hauptunterschied.

Betroffene finanzieren also die längere Bezugsdauer durch niedrigere Pensionen.

Fazit: Da wird „Wunschdenken“ (= Sozialministeriumvariante) mit Realitätssinn verglichen…
Es ist für die Politik angenehmer, die junge Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen und Diskussionen zu vermeiden. Um die Einlösung der Versprechen kümmern sich die heutigen Politiker sowieso nicht.
Die Argumentation „Unsere Variante bringt wesentlich weniger Verschlechterung für die Jungen“ ist in Wirklichkeit eine Frechheit!
Da wird wieder etwas versprochen, seriöse Berechnungen werden diskreditiert - und der Österreicher glaubt’s wieder einmal.
Die Realität (demographische Entwicklung) ist für beide Sichtweisen die Gleiche: Die Experten prognostizieren ja nicht zum Spaß niedere Zahlen. Mehr geht einfach nicht!

 

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