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Hier irrt FORMAT

Ein wichtiger Artikel im aktuellen FORMAT, den jeder Beitragszahler unbedingt lesen sollte! Leider hat sich ein kleiner, aber wesentlicher Fehler eingeschlichen.

Im aktuellen Format findet sich ein Artikel über die Auswirkung des "neuen" Pensionskontos auf die Pensionshöhen der Bevölkerung.

Es werden unter dem Schlagwort "Gleich viel rein, weniger raus" völlig richtig die rechnerisch niedrigeren Pensionshöhen dargestellt.

Leider werden die hier berechneten Pensionshöhen so gar nichts mit der Realität in 20, 30, 40 Jahren zu tun haben, denn diese basieren auf der Annahme, dass die heutige Rechtsgrundlage auch 2040, 2050 noch gültig sein wird - was kaum wahrscheinlich ist. Oder können SIE sich noch an die Pensionsregelung des Jahres 1970 erinnern?

Der wesentliche Fehler liegt jedoch in der Formulierung auf Seite 16: "Am Pensionskonto liegt, was angespart wurde."

 

 

Genau das möchte uns die Politik weismachen: Da wird etwas angespart.

Der entscheidende Fehler ist: Hier wird NICHTS angespart. Es gibt kein Pensionskonto, auf welchem Sparbeträge der Beitragszahler als Guthaben liegen. Der im Pensionskonto stehende Wert ist durch KEINERLEI Gegenwert gedeckt!

Dieser Wert ist nur ein Versprechen, basierend auf der heutigen Rechtsgrundlage. Wie oft hat sich diese Rechtsgrundlage in den letzten 30, 40, 50 Jahren geändert? Warum sollte dies in Zukunft anders sein?

Wichtig wäre es, die Bevölkerung auf diesen entscheidenden Umstand aufmerksam zu machen!

Ach ja, stimmt. Es wird uns ja derzeit versprochen, dass mit der letzten Reform das Problem im Griff sei. Wurde uns das nicht nach JEDER Reform der Vergangenheit versprochen?

2000 - Die große Pensionsreform: "Wir haben das Pensionsproblem gelöst!"

Naja, für drei Jahre halt:

2003 - Die Pensionssicherungsreform: "... aber jetzt wirklich!"

2005 - Die Pensionsharmonisierung: "....?"

Es wird wieder passieren, was in den letzten Jahrzehnten immer passiert ist. Immer wenn ein Medium auf die sinkenden Pensionshöhen hinweist, geht ein Aufschrei durch die Bevölkerung. Die Politik beruhigt sofort "Wir haben das im Griff", "Wir haben da genügend Reserven". Die Bevölkerung ist dann wieder beruhigt... und wenn dann, in einigen Jahren die prognostizierten Zahlen Realität geworden sind, regt das keinen mehr auf...

Interessant auch ein Detail aus dem Interview mit PVA-Generaldirektor Winfrid Pinggera:

FORMAT: Reicht das Pensionskonto als Reform des Pensionssystems?

Pinggera: Das Pensionskonto ist keine Reform, sondern nur ein neuer Berechnungsmodus für unveränderte Ansprüche.

Lustig, oder?

Nichtsdestotrotz: FORMAT kaufen und den Artikel unbedingt lesen! Sie werden Ihre eigene Situation dann etwas realistischer betrachten!

PS: Die aktuelle Höchstbeitragsgrundlage beträgt nicht, wie im Artikel fälschlicherweise erwähnt 4.230.-, sondern 4.440.-