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Blechas Kritik zeigt: Pensionistenverband wie immer auf einem Auge blind

Bei seiner Kritik an der privaten Vorsorge vergisst Blecha die Änderung der Spielregeln der gesetzlichen Pensionsregelungen

Blecha kritisiert - z.T. berechtigt - die private Vorsorge und vergisst dabei auf die Änderungen der Spielregeln der gesetzlichen Pensionsversicherung in der Vergangenheit und die demographische Entwicklung der kommenden Jahrzehnte

 

„Angesichts des Desasters bei den betrieblichen Pensionskassen-Pensionen mit zum Teil 40 Prozent Pensionskürzungen, angesichts ausgestoppter Privat-Pensionsprodukte kann man eigentlich nicht von zweiter und dritter Säule sprechen, sondern höchstens von Stangerln“, kritisiert Blecha die private Vorsorge.

Im gleichem Atemzug preist er die Vorzüge des staatlichen Pensionssystems: „Obwohl im Gegensatz zu Privat- und Betriebspensionen, die massiv von Kürzung betroffen sind, die gesetzlichen Pensionen sicher und finanzierbar sind, wird den Jungen andauernd das Märchen von der Unfinanzierbarkeit erzählt. Alte wie Junge werden sich aber unser überlegenes und sicheres Pensionssystem, die starke staatliche erste Säule, nicht zerstören lassen“.

Die Änderung der "Spielregel" der gesetzlichen Pensionsversicherung in der Vergangenheit

Blecha vergisst aber bei seiner Attacke ganz offensichtlich die massiven Einschnitte, die die Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen bei der staatlichen Pensionsversicherung mit sich brachten. Die Pensionsansprüche eines heute 50-jährigen sind im Laufe der Zeit auf ca. die Hälfte jener Pensionshöhe geschrumpft die zu Beginn seiner Beitragszahlungszeit von den Politikern versprochen wurde!

Die demographische Entwicklung

Offensichtlich ist aber, dass auch die heutigen Pensionsversprechen nicht erfüllbar sein werden. Das Leugnen der Auswirkung der demographischen Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten ist weltfremd.

Die private Vorsorge

Richtig ist jedoch, dass bei der privaten Vorosrge "der Stein der Weisen" noch nicht gefunden wurde.

Hier wäre die Finanzdienstleistungsbranche gefordert, kreative Vorschläge und Konzepte zu liefern. Dies müssten Konzepte sein, die den Kunden erlauben, in einem Zeitraum von 20 bis 30 Jahren - ohne Nachteile - die Veranlagungskonzepte flexibel zu ändern.

Um den Staatsbürgern eine sinnvolle Eigenvorsorge überhaupt erst zu ermöglichen, ist eine massive staatliche Förderung der privaten Eigenvorsorge unumgänglich.