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Der Geschlechterkonflikt

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Der Geschlechterkonflikt

Die Frauen gehören ohne Zweifel zu den größten Verlierern der letzten Pensionsreformen.

Die spezielle Situation der Frauen

Weil die Frauen die Kinder bekommen und aus diesen Grund oft sehr lange gar keinen Beruf ausüben, geringfügig beschäftigt sind, um nach Kindergarten wieder für Kinder und Haushalt da zu sein oder später nur Teilzeitarbeit annehmen können, weil irgendwann die „Kleinen“ von der Schule nach Hause kommen und der „Große“ sich warmes Essen am Abend erwartet.

Dass diese Tatsachen der künftige Pensionshöhe nicht zuträglich sind, werden Sie nachdem Sie diesen Report bisher durchgehalten haben, natürlich klar erkennen.

Dazu kommt noch, dass die Zahl der „Alleinerziehenden Frauen“ ständig zunimmt und bei dieser Gruppe, der Spagat zwischen Mutter und Vollzeit - Arbeitskraft noch schwerer zu bewältigen ist.

Früher genügten einmal vor der Geburt des ersten Kindes, 5 - 10 „gute“ Jahre (vom Verdienst her gesehen), um eine respektable Bemessungsgrundlage zu haben.

Dann galt es „nur mehr“, sich die restlichen Beitrags- oder Versicherungszeiten  zu erwerben und schon war eine respektable Pension zusammen.

Diese Zeiten sind vorbei. Natürlich werden künftig auch die Zeiten der Geringfügigkeit bzw. der Teilzeitarbeit für die Bemessung herangezogen - noch dazu, schlecht aufgewertet.

Dazu kommt, dass natürlich auch bei den Frauen Versicherungsjahre mal 1,78 nicht gleich Versicherungsjahre mal 2 ist!

Da ist das Thema Kosten für eine eventuelle Pflege oder sicher notwendige höhere Zuzahlungen für Arzt- und Medikamente gar nicht berücksichtigt.

Ob sich angesichts dieser Tatsachen ein Pensionist noch an seiner derzeitigen Nettopension von mehreren Tausend Euro erfreuen kann, während viele Frauen in den nächsten Jahren mit wenigen hundert Euro auskommen müssen - Tendenz fallend - sei dahingestellt.

Vielleicht sollten sich die Herren Khol und Blecha einmal mit dieser Gruppe Menschen zusammen setzen und anhand der von ihnen mitbeschlossenen Gesetze den Frauen ihre künftige Pension ausrechnen und erklären, warum das so ist.

Die einvernehmlichen Scheidungen

In früheren Jahren wurde die geringe Pension der Frauen sehr oft durch die Witwenpension des Ehegatten etwas kompensiert.

Meine Mutter fand z.B. durch ihre eigene, sehr geringe Pension und der Witwenpension meines Vaters ein vernünftiges Auskommen.

Durch die hohe Anzahl an einvernehmlichen Scheidungen - bei denen keine Versorgungsregelung bis zum Ableben getroffen wird - fällt diese zusätzliche Pension weg.
Frauen  werden daher immer mehr zu den Mindestpensionsbeziehern der Zukunft.